Am Mittwoch, 04.04.2018, referierte Bienenfachwart Gregor Raab zum Thema „Frühjahrsarbeiten“ beim Bienenzuchtverein Wald und Umgebung:

 

Bienenvölker im Frühjahr nicht stören

Gregor Raab gab den Imkern wertvolle Tipps zur richtigen Auswinterung

Im Frühjahr häufen sich die Tage, an denen die Witterung den Bienen einen kurzen Ausflug, den Reinigungsflug oder sogar Trachtflug ermöglicht. Für den Imker sind das Gelegenheiten, sich über den Zustand seiner Völker zu informieren. Gregor Raab referierte daher am Mittwochabend beim Imkerverein Wald und Umgebung über das Thema „Frühjahrsarbeiten“. Der Bienensachverständige stellte fest, dass die meisten Bienen den Reinigungsflug schon hinter sich haben. Nun habe der Imker seinen ersten Einsatz. Bei schwachen Völkern müsse er die Bodenbretter mit den toten Bienen reinigen oder ganz wechseln. Eine weitere Maßnahme sei auch das sogenannte Einengen mit dem Ziel, eine bessere Nestklimatisierung zu erreichen. Insbesondere zu Beginn der Brutphase im Frühjahr bereitet ein Raumüberangebot den Bienen Probleme, die Stocktemperatur zu halten. Prinzipiell sei es wichtig, die Völker im Frühjahr nicht zu stören und keine unnötigen Eingriffe vorzunehmen, beispielsweise sollte das Brutnest nicht auseinander gerissen werden. Jetzt gelte es auch, die nötigen Gerätschaften wie Rähmchen, Mittelwände und Magazine vorzubereiten. Zur Zeit der Kirschblüte sollte eine komplette Durchsicht stattfinden und die Drohnenwaben zugehängt werden. Ab jetzt setze eine massive Vermehrung der Bienen ein und es beginne die „nutzbare Tracht“. Man solle jetzt vorausschauend erweitern und unterschiedliche Volk-Stärken ausgleichen, etwa durch das Umhängen von Brutwaben. Bei hoher Tracht könne man vielleicht auf weitere Waben und bis zu vier Räume erweitern. Auch für das weitere Bienenjahr gab der Referent eine Fülle von Anregungen.

Organisator Roland Polzer bedankte sich deswegen am Ende des Vortrags bei ihm für die wertvollen Tipps und Tricks.